Hongkong Style: Dim Sum, Suckling Pig & Südtiroler Wein

Posted on Posted in China, International, Lifestyle

Hongkong

Die Kantonesen essen alles, was am Himmel fliegt, natürlich keine Flugzeuge. Alles, was aus dem Wasser kommt, auf der Erde kriecht; alles was vier Füße hat, außer Stühlen und Tischen … das ist die Antwort, wenn man in Hongkong einen Koch zu seiner Meinung über die kantonesische Küche fragt. Essen hat bei den Chinesen und vielleicht besonders bei den Menschen in Hongkong einen Stellenwert, der weit über den Nährwert hinausgeht. Grundlage des Essens ist die heilende Philosophie des Yin und Yang. Die Ausgewogenheit von schweren und leichten Speisen.

 

Yin und Yang sind zwei Begriffe der chinesischen Philosophie,
insbesondere des Daoismus. Sie stehen für polar einander entgegen-
gesetzte und dennoch aufeinander bezogene Kräfte oder Prinzipien.

Foto: Wikimedia

 

Hinzu kommt der soziale Aspekt des Essens. Wer es zu etwas gebracht hat, zeigt es auch seinen Mitmenschen. Nirgendwo in der Welt sieht man auf engstem Raum so viele Rolls Royce, Daimler, große Mercedes-, BMW– und AUDI-Limousinen. Aber auch ein exklusives Dinner in einem teuren Restaurant ist die ideale Bühne um sich selbst zu inszenieren. Die besten Restaurants befinden sich fast alle in den exklusiven 5-Sterne-Hotels wie das Mandarin Oriental (s. GOURMINO EXPRESS Artikel „Hongkong – früher „duftender Hafen“, heute faszinierende mega City“).

 

Mandarin Oriental Hongkong: Eines der besten Hotels der Welt.

Foto: Mandarin Oriental

 

Aber auch außerhalb der Luxushotels sind exzellente Restaurants zu finden, wie z.B. das MOTT 32, im ehemaligen Tresorraum der Standard Chartered Bank.

 

Es wurde mit dem „Foodie Forks Award“ als bestes Restaurant in Hongkong ausgezeichnet. Die Rezeption macht fast ehrfürchtig, dann geht es einige Stockwerke nach unten in das Restaurant. Es ist groß, und man ist erst einmal vom stylischen Design beeindruckt – und es ist voll – aber nicht zu laut.

 

Mott 32: Eines der besten Restaurants in Hongkong.

Mott 32: Der Eingang in den früheren Tresorraum einer Bank.

Fotos: Wolfgang Ritter / MOTT 32

 

Auf der Speisekarte dominiert die kantonesische Küche, aber auch klassische Peking– und Szechuan-Spezialitäten sind vertreten: Peking Ente, scharf, knusprig; Abalone (Seeschnecken) mit Austern-Sauce, Vogelnester Suppe, gebratene Taube, köstlich knusprig-saftiger Schweinebauch, Wagyu-Beef, alle Arten von Muscheln, Garnelen und Hummer. Auf Vorbestellung: ein über offenem Feuer im Ganzen gebratenes Spanferkel, das auch so serviert wird!

 

Mott 32: Beste Dim Sums zum Lunch.

Auch Schwein kann super lecker schmecken: gegrillter Schweinebauch.

Mott 32: Entenbrust auf Salat mit gebratener und glasierter Haut.

Mott 32: mega scharf, trotzdem köstlich: gebratenes
Hähnchen mit Cashew-Nüssen und getrockneten Chilis.

Fotos: Wolfgang Ritter / MOTT 32

 

Ein führendes Food-Magazin schrieb in seiner Restaurant-Kritik über das MOTT 32:

 

„Hong Kong Suckling Pig: What’s for dinner? One of the best meals of your life.“

 

Die Überraschung dann in der Weinkarte. Ein Pinot Grigio von Elena Walch aus Tramin in Südtirol. Ein perfekter Begleiter zum Spanferkel und zu unserem Menü – für 60 Euro fast ein Schnäppchen in Hongkong.

 

Mott 32: Überraschung! Die kompetente Sommeliere
präsentiert Peter Julius einen Pinot Grigio von
Elena Walch aus Südtirol.

Foto: Wolfgang Ritter

 

Wer sich für Luxushotels interessiert, sollte sich unbedingt das Ritz-Carlton ansehen.

 

Es ist das höchste Hotel der Welt mit mehreren Bars und Restaurants. Im Zwei-Sterne-Restaurant „TIN LUNG HEEN“ entdeckte ich die teuerste Flasche Wein, die ich je in einem Restaurant gesehen habe: ein Château Petrus aus dem Pomerol / Bordeaux, die drei Liter Flasche für über 100.000 Euro.

 

Höchstes Hotel der Welt: Das Ritz-Carlton auf Kowloon.

Ritz-Carlton: Der Pool im 116. Stock des Hotels.

Ritz-Carlton: „Tosca“, das italienische Restaurant des Hotels.

Stilvoll: Der Afternoon Tea im Ritz-Carlton.

Ritz-Carlton: Tin Lung Heen, das kantonesische Restaurant des RC.

Ritz-Carlton: Im Restaurant Tin Lung Heen gibt es den
teuersten Bordeaux der Stadt: 1982 Château Petrus,
3 Liter Flasche, 100.000 Euro.

Fotos: Wolfgang Ritter / Jaume Escofet

 

Aber auch ein bezahlbarer Drink in der Bar „OZONE“ im 118. Stock macht großen Spaß, die Aussicht in 490 Meter Höhe ist spektakulär und inklusive – wenn es gerade nicht wolkig-dunstig ist.

 

Ritz-Carlton: „Ozone“, die höchste Bar der Welt.

Ritz-Carlton: Die Guest-Relations-Ladies mit Gourmino Express
Autor Wolfgang Ritter und Champagner-Experte Peter Julius (r.).

Ritz-Carlton: The Lounge & Bar, geöffnet von 6.30 Uhr bis Mitternacht.

Ritz-Carlton: Süßigkeiten, attraktiv in Szene gesetzt.