Kiew – die ukrainische Hauptstadt erfindet sich neu

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Kiew

In Kyiv (ukrainisch) erlebt man derzeit die wundersame Wirkung der Freiheit auf das kreative Leben einer Gesellschaft. Ob Kunst, Kulinarik oder Musik – alles erblüht unter den goldenen Dächern der Stadt am Dnipro. Wer dem Alltagsstress entfliehen will, eine blühende kreative Szene erleben, und dazu das beeindruckende, einzigartige harmonische Bild von Natur  und Architektur in einer 3 Millionen Metropole spüren will, ist in Kyiv richtig. Kreativität in all seinen Formen, ob Musik, Kunst oder Gastronomie erlebt in dieser nachrevolutionären Zeit, in der sich vieles neu definiert und frei praktiziert werden darf, ihre Blüte.

 

Spannende Zeiten in der Hauptstadt der Ukraine, die eine Reise wert sind!

 

Gut ausgebildete Künstler ziehen in Kommunen zusammen, erschaffen Skulpturen, erfinden neue Stile, organisieren Ausstellungen und wirken dabei selbst mit am Aufbau einer neuen Oase, eines neuen kulturellen Zentrums im Herzen Europas. Wer zum ersten Mal nach Kyiv kommt, ist meist positiv überrascht.

 

In der kulinarischen Bibliothek „Mybookshelf“ kann man
in neuesten Büchern und Zeitschriften schmökern und
selbstgebackenen Kuchen essen.

Zahlreiche neue Musikclubs eröffneten in diesem Jahr.
Angesagt: Rappen auf ukrainisch.

Kunstschmiede in Kiew: in „Squats“ schließen sich
Künstler zusammen, arbeiten gemeinsam in Ateliers.

Fotos: Jürgen Wenzel

 

Die Kastanienbäume sind eines der Wahrzeichen der Stadt. Unter ihnen flaniert man über den Chreschtschatyk, den größten Boulevard der Hauptstadt, der besonders an Wochenenden zur belebten Fußgängerzone mit Straßenmusik wird. Wie wohl kaum ein anderer Ort der Stadt verkörpert der Chreschtschatyk unter dem farbenprächtigen Himmel das Lebensgefühl Kyivs. Und es ist ein friedlicher Himmel. Beim Bummel durch die Stadt kommt nicht einmal ein Gefühl der Unsicherheit auf. Kiew liegt am Dnipro, einem gewaltigen Fluss mit Inseln und zahlreichen Buchten. Das Gebiet rund um den Dnipro ist ein grünes Paradies für Spaziergänger und Naturfreunde

 

Vom Hügel des Höhlenklosters hat man einen
fantastischen Blick auf den mächtigen Dnipro.

Fotos: Jürgen Wenzel

 

… und all das mitten in einer europäischen Metropole – bereits im 19. Jahrhundert erhielt Kyiv daher den Spitznamen „Stadt der Gärten“.

 

Spricht man über Kyiv, muss man das Höhlenkloster und die Sophienkathedrale erwähnen, die beide zum UNESCO Weltkulturerbe gehören. Die Stadt ist reich an Museen und Sehenswürdigkeiten, es pulsiert ein reiches Kulturleben. Auch ist Kiew bekannt für seine zahlreichen Sportereignisse und ist auch das pulsierende, hektische Wirtschaftszenrum des Landes.

 

Das Höhlenkloster und seine goldenen Kuppeln
stehen auf der UNESCO Welterbeliste.

Fotos: Jürgen Wenzel

 

Kyiv trägt aber auch Spuren blutiger Ereignisse mit sich. Auf dem Maidan, dem Platz der Unabhängigkeit und auf der Institutska-Straße sind während der Ereignisse im Winter 2013/14 mehr als Hundert Menschen ums Leben gekommen. Dort kann man eine Kerze anzünden oder einfach nur innehalten und still derer gedenken, die hier für die Freiheit und für eine europäische Zukunft der Ukraine gestorben sind.

 

Die Muttee-Heimat Statue ragt 102 Meter in den Himmel.

Bequem unterwegs durch Kiew:
Die Hauptstadt U-Bahn gleicht einem Museum.

Fotos: Jürgen Wenzel

 

Etwas versteckt liegt hier auch das wunderbare Restaurant „Ostannya Barykada“ (Letzte Barrikade).

 

Hier erhält man nur mit einem Passwort zutritt und kann im stylischen Ambiente ukrainische Spezialitäten und einen Eindruck der jüngsten Geschichte des Landes erleben. Eine Ausstellung widmet sich dort Devotionalien aus der Zeit der Maidan Demonstrationen. Ein Ort der Erinnerung, aber auch ein Ort des guten Geschmacks. Kulinarisch hat die Stadt inzwischen jedenfalls viel mehr zu bieten als Großmutters Piroggen.

 

Letzte Barrikade: ukrainische Spezialitäten und Maidan Geschichte.

Borschtsch im stylischen History Restaurant „Letzte Barrikade“.

Selbstgemachte Nachspeisen im Restaurant „Letzte Barrikade“.

Fotos: Jürgen Wenzel

 

Ein sensationelles Beispiel ist das Restaurant „Kanapa“, eines der aktuell angesagtesten in Kyiv.

 

Im Hauptsaal macht man es sich auf edlen Sofas gemütlich, während die Speisen gereicht werden. Hier steht sehen und gesehen werden im Vordergrund. Gerne zeigt sich hier die Kiewer Gesellschaft.

 

Kreative Gaumenfreuden im Restaurant „Kanapa“.

Fotos: Jürgen Wenzel

 

Im etwas diskreteren Nebenraum trifft man sich dann zu vertraulicheren Runden. Ein absoluter Hotspot für kreative Gaumenfreuden. Auch die Streetfood Kultur blüht in Kyiv und beschränkt sich hier nicht nur auf Hühnchen, Hotdogs und Schawarma.

 

Das Restaurant „Kanapa“ ist der In-Treff Kiews.

Diese Kerze im Restaurant „Kanapa“ kann man essen.