„Koyote“ – eine fan­tas­ti­sche Süd­ame­rika Reise

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Berlin

Die Kreuzberger Admiralsbrücke ist immer einen Spaziergang wert. Musiker spielen dort, im Hintergrund geht über dem Fluss langsam die Sonne unter. Es ist ein Treffpunkt für Leute, die einfach eine gute Zeit mit coolen Leuten vor einer schönen Kulisse verbringen wollen.

 

Kreuzberger Sommerflair an der Admiralsbrücke.

Foto: Jürgen Wenzel

 

Und wenn die Sonne langsam über dieser Kreuzberger Szenerie im Fluss verschwindet, wird es Zeit in das urig-szenige „Koyote“ einzukehren.

 

Von der Terrasse des Eckrestaurants hat man einen tollen Blick auf das bunte, musikalische Treiben auf der Brücke, im Inneren warten farbenfroh gestaltete Räume im Vintage-Style darauf, es sich gemütlich zu machen.

 

Beliebt bei Schauspielern, Künstlern und Szene: das „Koyote“.

Die im Vintage-Style eingerichteten Räume des
„Koyote“ laden zum gemütlichen Verweilen ein.

Fotos: Jürgen Wenzel / Koyote

 

Begrüßt wird man gleich am Eingang von einer gut sortierten Mezcal Bar. Eigentlich mein Lieblingsdrink, aber der kommt später dran. Zunächst nehme ich im vorderen Raum am gemütlichen Tischchen vor der Mezcal Bar ein frisch gezapftes San Miguel im perfekt geeisten Glas.

 

Bei der „Koyote“ Bar ist für jeden etwas dabei.

„Koyote Flair“ vor der Bar.

Fotos: Jürgen Wenzel / Koyote

 

Was für eine herrliche Begrüßung! Das Glück ist greifbar.

 

Danach geht's in den hinteren Raum an einen Tisch, Auge in Auge mit dem heulenden Hausmaskottchen, dem Koyoten, an der Rückwand – und mit der Speisekarte: eine lateinamerikanische Küche mit leicht deutschen und französischen Einschlägen.

 

Das heulende Hausmaskottchen, der
„Koyote“, an der Rückwand des Lokals.

Foto: Koyote

 

Bei den Vorspeisen spricht mich sofort das Ceviche „Koyote Style“ an:

 

Ein Mix aus Kabeljau mit Limette, Chili, Zwiebel, Granatapfel und einer Süßkartoffel-Creme. Super ansprechend fürs Auge wird das Ceviche in einem kunstvoll bemalten Teller serviert. Überaus erfrischend und intensiv im Geschmack überzeugt mich das Koyote Ceviche vollends.

 

Die Vorspeisen im „Koyote“ überzeugen vollends.

Fotos: Koyote

 

Doch das war erst der Einstieg in eine wunderbare Europa-Südamerika Reise!

 

Das Koyote bietet nämlich mit seinem Mix aus mexikanischen, peruanischen und europäischen Einflüssen eine ganz neue Küche, die sich jeglicher Einordnung verweigert und entzieht: wo sollte man auch eine fantastische Burrata mit Roter Bete, Granatapfel, Hibiskus-Vinaigrette oder eine Pastinaken-Apfel-Suppe mit Sauerampfer und Walnüssen verordnen? Geschmacklich jedenfalls in der A-Liga! Ebenso die Maispoulardenbrust mit Chorizo, Urkarotten, Trüffeln und Blaubeere.

 

Die Küche im „Koyote“ ist äußerst ausgefallen
und schmeckt mindestens so gut, wie es aussieht.

Fotos: Koyote

 

Der sympathische Wirt Pierre Garestier erklärt uns den Koyote Flavour:

 

„Wir sind eben weder Wolf, noch Fuchs, noch Hund!“

 

„Und genau aus diesem Grund lässt sich weder unser Essen, noch unser Team klar einordnen!“ In einer Kategorie jedenfalls schon: alle haben Spaß bei der Arbeit, untereinander wird ständig gescherzt, die Harmonie im Team ist geradezu euphorisch – und das überträgt sich auf die Gäste. Wenn man bis zum (sehr späten) Feierabend bleibt, merkt man das. Dann stoßen alle Mitarbeiter noch mal mit Mezcal an, als ob sie heute gerade erst Eröffnung feiern würden. Einfach toll.

 

Der „Koyote Flavor“: immer beste
Stimmung bei Personal und den Gästen.

„Koyote“ Chef Pierre Garestier.

Fotos: Jürgen Wenzel / Koyote

 

Absolut beeindruckend auch der Ort, wo alle diese fantastischen kulinarischen Kreationen entwickelt werden. Der liegt eine Etage tiefer:

 

Hier zaubert der Küchenchef in ruhiger Abgeschiedenheit in einem schönen Gewölbekeller die Speisen.

 

Das es nicht immer eine offene Küche braucht, um perfekt zu liefern, zeigt sich hier. Mancher Koch braucht eben auch die kreative Abgeschiedenheit. Die Koyote Mittagskarte präsentiert sich naturgemäß in einer leicht abgespeckteren Variante als die Abendkarte.