The But­cher – Ber­lins Bur­ger Place to be

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Berlin

Charlottenburg mausert sich immer mehr zum Trendviertel. Zu erkennen ist dies auch an den Parties von Berlinale und Fashionweek, die Eventveranstalter in den vergangenen Jahren auffällig oft in die City West verlagert haben. Diese noch vor 5 Jahren vom Kudamm überstrahlten Straße und etwas Schmuddelcharme hat sich nun zu einer Keimzelle des neuen, jungen, cooleren, internationalen Charlottenburgs gemausert, durch die es sich lohnt ziellos zu schlendern: immer wieder entdeckt man eine neue gastronomische Perle.

 

Bestes Beispiel hierfür ist das Boutique-Hotel Sir Savigny mit dem angeschlossenen Edel-Burger Restaurant „The Butcher“ (gesprochen: Buttscher) in der Nähe des Savigny Platzes.

 

Das „The Butcher“ in Berlin Charlottenburg.

Foto: The Butcher

 

Von außen dunkel und leicht zu übersehen, überzeugt es optisch sofort nach Betreten der stylischen Räume. Im Wintergarten mit Design Hollywoodschaukel und der großen Innenterrasse stieg zum Beispiel nicht nur die Fashionweek-Party des „Zeit“-Magazins, sondern auch eine Barbecue-Party anlässlich des Endes der Berliner Modewoche. Als Gäste waren besonders viele internationale Modemacher und Blogger aus England vor Ort …

 

Auf der Barbecue-Party im „The Butcher“.

Was wäre ein Barbecue ohne Grillwürste?

It's barbecue time im Butcher Innenhof!

Fotos: Jürgen Wenzel

 

kein Wunder: einige von ihnen übernachteten gleich im hauseigenen Hotel Sir Savigny, andere kamen schon etwas früher, ließen sich zuerst das englische Frühstück schmecken, dessen feine Bohnen schon weit über die Stadtgrenzen bekannt sind – um sich dann an den Barbecue Spezialitäten der Fashion-Party zu erfreuen. Und hier stand natürlich Fleisch im Mittelpunkt, genau wie im The Butcher. Das Butcher versteht sich eben auf hervorragende Fleischprodukte aus England wie kein zweites Lokal Berlins.

 

Das beste englische Frühstück Berlins im „The Butcher“.

Das Frühstücksbüffet im „The Butcher“.

Frühstücken kann so schön sein …

Breakfasting at „The Butcher“.

Fotos: Jürgen Wenzel

 

Sechs mal pro Woche wird die frische Ware aus Schottland geliefert und kommt dann frisch auf den Grill.

 

Fleisch ist das Thema im The Butcher – auch beim Burger (Prime Aberdeen Angus) ist das Fleisch auf den Punkt gegrillt – und mit einem fantastisch, intensiven Geschmack serviert wird. Mit wechselnden Lunchmenüs, wechselnden Burgern und dem herrlichen Grillduft werden die Gäste von der Kantstraße ins Lokal gelockt und verweilen dann meist ein paar Stunden unter den weißen Fliesen, Bildern von Steakcuts und an den Edelstahl-Tischen. Eine lange Bar und eine große Speisenkarte am Eingangsbereich im 1950er Stil zaubern einen ganz besonderen Stil, der sich zwischen rustikal und stylisch bewegt – und auf jeden Fall appetitanregend wirkt.

 

Bei der Arbeit am Butcher Grill.

Wechselnde Karten im Butcher Grill.

Die Burger werden selbstverständlich
auf einem Holzkohle-Grill zubereitet.

Ein Tisch im Vorhof zum Paradies: die XXL-
Kühlschränke für die Fleischspezialitäten.

Fotos: Jürgen Wenzel

 

Die Auswahl an Burgern ist großartig!

 

Gleich aufgefallen ist mir als Käseliebhaber „The Daddy“ mit 250 g Aberdeen Angus Prime Cut mit geschmolzenem Edamer, Speck-BBQ-Sauce und gegrillten Zwiebeln. Sensationell! Auch gleich ins Auge gestochen ist mir als Oberbayer auf der Getränkekarte das Augustiner Hell 0,5 Liter, mehr stand da nicht als Beschreibung. Was gelebtes britisches Understatement bedeutet, wurde mir dann vom Kellner in Form des best gekühltesten Bieres serviert, das ich jemals in Berlin genießen durfte: mit einem zarten, feinen Eisrand, dessen wirkende Kühle bis zum letzten Tropfen dieses besten, bayerischen Bieres vorgehalten hat. Breakfast Chef Jeffrey Werner: „Auch unsere vielen englischen Gäste lieben das Augustiner.“ Werner erlernte sein Handwerk in England und verfeinerte seine Künste auf Weltreisen und während längerer Auslandsaufenthalten. Er selbst lebt im Osten Berlins und liebt das internationale Flair an der Spree.

 

Das ist Mal ein Burger: Der „The Daddy“
mit 250 g Aberdeen Angus Prime Cut.

Auch die Spareribs sind hier exzellent.

Für jeden Geschmack ist etwas passendes dabei.

Das „The Butcher“ kann auch Salat – und wie!

Der Butcher-Chef bei der Arbeit am Grill.

Fotos: Jürgen Wenzel / The Butcher

 

Genauso kosmopolitisch wie Jeffrey Werners Biographie präsentiert sich das Designhotel Sir Savigny.

 

Man fühlt sich sofort heimisch, entdeckt man doch beim Hereinkommen nicht sofort als erstes eine Rezeption, bei der sich der „Fremde“ zunächst anzumelden hat. Ins Sir Savigny gelangt man nämlich über den einen Eingang zunächst in eine Art Bücherei, über den Butcher-Eingang zunächst einmal an die schon beschriebene lange Bar. Dort lässt sich – herrscht nicht gerade Zeitnot – ein Drink ordern, zum gepflegten Ankommen.

 

Das Boutique-Hotel Sir Savigny gehört zum „The Butcher“ dazu.

Design in Vollendung im Sir Savigny.

Fotos: Jürgen Wenzel / Sir Savigny

 

Das Ende des 19. Jahrhunderts erbaute Wohnhaus verfügt heute über 41 Zimmer und drei Suiten.

 

Die Gestaltung des Hotel Erdgeschosses übernahm das israelische Architekturbüro Baranowitz + Kronenberg, das auch das Design des Sir Albert in Amsterdam verantwortete. Die geschmackvollen Räume gestaltete der Amsterdamer Designer Saar Zafrir.

 

Eine der edlen Suiten des Sir Savigny.

Die Suiten sind äußerst stilvoll eingerichtet.

Wer nicht im Zimmer verweilen will, setzt sich an die
offene Feuerstelle in der Lobby – was will man mehr?