Baden-Baden: Früh­jahrs­mee­ting der Galop­per & Gourmets

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Baden-Baden

Über 1.000 Veranstaltungen gibt es im Jahr in Baden-Baden: Konzerte, Festivals, Musicals, Partys, Theater, Ausstellungen (Frieder Burda Museum!), Sportveranstaltungen und Weinfeste im umliegenden Rebland. Die Highlights sind aber sicher die Pferderennen auf der Galopprennbahn in Iffezheim, 14 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Das Frühjahrs-Meeting vom 24.-28. Mai eröffnete die Rennsaison.

 

Die Große Woche vom 26. August bis 3. September 2017 ist eine der wichtigsten Veranstaltungen des deutschen Galopprennsports – alles, was Rang und Namen hat, ist hier vertreten.

 

Mit ihr endet auch die Rennsaison in der Baden-Metropole. Doch zum Saison-Auftakt: Ich begleitete den erfolgreichen Züchter und GOURMINO EXPRESS Herausgeber Helmut von Finck beim Frühjahrsmeeting am Sonntag, den 28. Mai auf der Galopprennbahn in Iffezheim.

 

Großer Preis der Badischen Wirtschaft:
Die Jockeys vor dem Start.

Helmut von Finck, Lebensgefährtin Kerstin Brieskorn
und Jockey Martin Seidl vor dem Rennen.

Start zum Großen Preis der Badischen Wirtschaft: Devastar aus dem
Gestüt Park Wiedingen, liegt in Front (Jockey mit violettem Helm).

Experten und Freunde: Helmut von Finck und Fußball-
Legende Klaus Allofs (hatte auch Pferde am Start).

Fotos: Wolfgang Ritter

 

Nach längerer Abstinenz erlebte ich wieder einmal die Faszination des Pferderennsports aus nächster Nähe: Mehr oder weniger elegante Damen mit zum Teil abenteuerlichen Hutkreationen, glückliche und enttäuschte Gesichter vor den Wettbüros und edle Vollblüter aus nächster Nähe im Führring.

 

Im Führring: Helmut von Finck, Lebensgefährtin Kerstin Brieskorn,
Gourmino Express Autor Wolfgang Ritter (v.r.).

Der Führring: Hier kann man die Pferde
aus nächster Nähe begutachten.

Rennbahn Baden-Baden Iffezheim:
Tausende Besucher fiebern um ihren Wetteinsatz.

Schicke „Randerscheinungen“:
Mondäne Damen mit Ihren Hutkreationen.

Fotos: Wolfgang Ritter

 

Drei Pferde aus dem Gestüt Park Wiedingen von Helmut von Finck waren beim Großen Preis der Badischen Wirtschaft am Start.

 

Favorit Dschingis Secret und Devastar lagen bis zum Endspurt gut im Rennen, doch mit dem erhofften Sieg wurde es leider nichts. Wie ich den Eindruck hatte, war HvF aber mit den erreichten Platzierungen ganz zufrieden, Devastar lief sein erstes Rennen der Saison, man darf gespannt sein, was 2017 noch bringt. Der Appetit war uns aber gottseidank nicht vergangen …

 

Devastar, ein Pferd von Gourmino Express Herausgeber Helmut
von Finck, liegt gut im Rennen (Jockey mit violettem Helm).

Foto: Wolfgang Ritter

 

… ich hatte für den Abend einen Tisch im Restaurant „Zum Alde Gott“ in Baden-Baden Neuweier auf der Terrasse reserviert!

 

Wir sitzen in einer heimeligen Ecke mit Blick auf die Weinberge und studieren die Speisekarte. Freudige Erregung macht sich breit, das Angebot klingt höchst verlockend, wir entscheiden uns für ein „kleines“ Menü mit köstlichen Überraschungen: Gänseleber mit Artischocken, Ochsenschwanz-Gelee und Spargelsalat, marinierter Kabeljau mit Pulpo und Jakobsmuschel, ein vorzüglicher Gang der Steinbutt mit geräucherter Entenleber, Nudeln, Spargel, Morcheln und Kerbelrahmsauce. Statt Dessert wählen wir einen zweiten Fleischgang, ein rosa gebratenes Lammfilet mit Olivenkruste auf Bärlauchpüree – eine gelungene französisch-badische Liaison.

 

Mediterraner Auftakt: warm marinierter Kabeljau
und Pulpo mit schwarzer Jakobsmuschel und Spargel.

Zart wie Nougat: die Vorspeise Gänseleber
mit Ochsenschwanz-Gelee und grünem Spargel.

Badische Küche par eczellente: Steinbutt mit geräucherter
Gänseleber, hausgemachten Nudeln und Morchelrahmsauce.

Fotos: Helmut v. Finck / Wolfgang Ritter

 

Küchenchef Wilfried Serr kocht so, wie man sich die große, badische Küche vorstellt – in Frankreich würde man seine Küche vielleicht mit dem Prädikat „Haute Cuisine“ beschreiben.

 

Doch das wäre dem bescheidenen Patron eher peinlich. Er redet so, wie ihm der Schnabel gewachsen ist und gekocht wird aus dem Bauch heraus – aber mit viel Gefühl und Erfahrung. Viele seiner Kreationen sind eines Michelin-Sterns würdig, aber seine Heimat Baden ist der dominante Geschmack am Gaumen. Gekocht wird mit Butter und Sahne, aber das war schon die Maxime von Paul Bocuse: „Beurre, Beurre, Beurre …“ . Natürlich nimmt die badische Hochküche auch die Aromen aus dem benachbarten Elsaß auf, die der Westwind über den Rhein in die Nase weht. Modischer Schnick-Schnack ist Wilfried Serr fremd, Saucen gibt es bei ihm nicht in homöopathischen Dosen, sondern füllen den Tellerspiegel und warten darauf mit hausgemachtem Brot aufgetunkt zu werden. In unserem Menü war das der erste Hauptgang, Kalbsnierle in einer tiefdunklen, intensiven Spätburgundersauce mit handgeschabten Spätzle.

 

Patron und Küchenchef Wilfried Serr vor seinem Haus.

Ein Restaurant wie ein Hexenhäuschen: „Zum Alde Gott“ in Neuweier.

Fotos: Wolfgang Ritter

 

Dass unser Menü von badischen Weinen begleitet wurde, versteht sich von selbst: Weißburgunder von Andreas Laible aus Durbach, Grauburgunder von Siegbert Bimmerle aus Renchen, Spätburgunder von Alexander Laible. Nicht nur der badische Wein wird von der Sonne verwöhnt, ein grandioser Sonnenuntergang begleitete unser fast privates, familiäres kulinarisches Open Air Festival in den Weinbergen. Besonders erfreulich und nicht zu vergessen: Gastgeberin Ilse Serr war nach langer, schwerer Krankheit wieder gut gelaunt am Tisch – auf ihre weitere Genesung haben wir gerne angestoßen.

 

Gastgeberin Ilse Serr mit Gourmino Express Autor Wolfgang Ritter.

Ein gelungener und fröhlicher Abend:
Wilfried Serr verabschiedet seine Gäste.

Fotos: Helmut v. Finck / Wolfgang Ritter

 

Der nächste Tag stand ganz im Zeichen unseres Hotels, das neue „Roomers“, Lange Straße 100.

 

Die klassische Hotellerie in Baden-Baden hat jetzt einen neuen Hot Spot, mit einem stylischem Restaurant, dem „moriki“ mit Pan-asiatischer Küche. Die „Roomers“ Bar und die Rooftop Bar haben das Zeug zum neuen Szene-Treff der Bäderstadt. Das jüngste Hotel der Gekko Gruppe überzeugt mit modernster Architektur, Größe und Opulenz.

 

„Roomers“: Das „moriki“ mit Pan-asiatischer Küche.

Auf ein Gläschen Rosé Champagner an der „Roomers“ Bar: Prost!

„Roomers“ Bar: Die Barchefin bei der Cocktailzubereitung.

Glasvitrinen im „Roomers“ mit klassischen Siphone-Flaschen.

Auf den gemütlichen Sofas auf der Terrasse
des Hotels lässt es sich gut entspannen.

„Roomers": Blick auf den Nordschwarzwald von der Lounge.