Dubai:
Boxenstopp bei den Kamelen

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Dubai

In Berlin fahre ich meistens U7. In Dubai, dem Disneyland für Erwachsene, werden die Karten schnell neu gemischt. Und so stehen bei meiner Ankunft im Waldorf Astoria Dubai Palm Jumeirah direkt auf der Palme nicht einer, sondern gleich vier Lamborghinis in der Einfahrt. Ich werde sie alle schon am nächsten Morgen testen. Die exklusive Driving Experience bietet das Luxus-Hotel zusammen mit Lamborghini sonst nur seinen Stammkunden an. Ich darf ausnahmsweise mitmachen.

 

Vor dem Waldorf Astoria Dubai Palm Jumeirah
warten 4 Lamborghinis auf ihre Testfahrt.

Foto: Inna Hemme

 

Das Hotel hat gerade einen Award als das beste im Nahen Osten bekommen, der Lamborghini Huracán Performante wurde zum innovativsten Auto des Jahres gekürt.

 

Preisgekrönt trifft auf preisgekrönt – das passt. Und besonders gut passt das zu Dubai. Nach der Ankunft erst einmal ein bescheidenes Frühstück in der Presidential Suite, während mein Zimmer fertig gemacht wird. Gute Art, die Zeit totzuschlagen.

 

Blick über die Anlage des Waldorf Astoria Dubai Palm Jumeirah.

Frühstück in der Presidential Suite.

Meine Suite im Waldorf Astoria Dubai Palm Jumeirah.

Fotos: Inna Hemme

 

Das Hotel besitzt mehrere Swimmingpools: der große Pool für alle mit eingelassenen Restaurant-Inseln, außerdem der „Erwachsenen“ Pool – mit einer tollen Sonnenuntergangsaussicht. Hier sind keine Arschbomben erlaubt, aber damit kann ich leben. Die Aussicht aus dem Zimmer: Palmenwedeln von The Palm, das berühmte Atlantis Hotel und die dicke Zitrone, die immer tiefer ins Meer rutscht.

 

Der „Erwachsenen“ Pool des Hotels
mit bester Sonnenuntergangsaussicht.

Der große Pool mit eingelassenen Restaurant-Inseln.

Ein langer Springbrunnen ziert die Anlage des Hotels.

Die Aussicht von meinem Zimmer auf den
Sonnenuntergang: einfach traumhaft!

Fotos: Inna Hemme

 

Am Abend habe ich zum ersten Mal Drei-Michelin-Sterne Küche probiert:

 

Heinz Beck (gilt als Deutschlands bester Koch im Ausland) sorgt für „Contemporary Italian Cuisine“ im Hotel-Restaurant „Social“.

 

Und für ganz ungewöhnliche Geschmackserlebnisse von Gerichten, die zunächst nicht außergewöhnlich aussehen. Lobster Medallions auf Mandel-Crème war ein Mix aus typischem Hummer-Geschmack, aber mit nussig-süßlicher Note. Und die Fagottelli Carbonara sind auf der Zunge zersprungen wie überdimensionale Kaviar-Perlen.

 

Fantastisch: Lobster Medallions auf Mandel-Crème.

Ein Geschmackserlebnis: Fagottelli Carbonara.

Hinterher noch ein paar Leckereien aus der hoteleigenen Pâtisserie …

Fotos: Inna Hemme

 

Am nächsten Morgen fuhr eine Lambo-Kolonne von Dubai in das Nachbaremirat Ras Al Khaimah.

 

In einem davon: ICH! Unter mir: 740 Pferdestärken, eine Beschleunigung von null auf hundert in 2,9 Sekunden, eine Höchstgeschwindigkeit von 350 km/h. Noch nicht einmal nach einem dreifachen Espresso und einer Staffel „Stranger Things“ bin ich sonst so wach. Jedes andere Auto verschwindet in Sekundenschnelle im Rückspiegel. Irgendwann schalte ich am Lenkrad von „Strada“ (Straße) auf „Sport“ um. Der Motor brummt noch lauter. Die „Corsa“-Taste (Rennen) darf ich nicht benutzen – das habe vorher hoch und heilig versprochen.

 

Mit 740 Pferdestärken geht es über die Straßen von Dubai.

Spritztour mit einem der schnellsten Autos der Welt in
einer der reichsten Städte der Welt: was für ein Erlebnis!

Fotos: Xavier Ansart, White Cube Studios / Inna Hemme

 

Das nächste Abenteuer lässt nicht lange auf sich warten: „Vorsicht, ein Kamel auf der rechten Seite!“, ertönte die Stimme aus meinem Walkie-Talkie.

 

Ich traue meinen Augen kaum: Ganz gemütlich spaziert der braune Wüstenbewohner über die Schnellstraße. Am Rand stehen weitere fünf. Ich schaue auf meinen Tacho: 200 km/h. Bremspedal! Selbstverständlich steige ich für ein Foto aus. „Da fährt man schon mal einen Rennwagen und die einzigen Zuschauer sind die lahmen Kamele“, scherze ich mit Luca. Luca war früher Rennfahrer und fährt an diesem Tag diesem Spitzen-Sportflitzer vorweg. Er war auch derjenige, der auf die Gefahr durch Kamele hingewiesen hat …

 

Vorsicht: Kamele!

Auf Tuchfühlung mit einem der zutraulichen Kamele.

Gemütlich spazieren die Wüstenbewohner an Schnellstraße entlang.

Fotos: Xavier Ansart, White Cube Studios

 

… und immer wieder Radarfallen per Walkie-Talkie durchgibt. Was für ein Service! Denn Höchstgeschwindigkeit ist eigentlich 120 km/h. „Unterschätze die Kamele nicht“, sagt Luca. „Sie können ganz schön schnell sein, bis zu 40 km/h. Kamelrennen sind für die Einheimischen gleichzusetzen mit Formel-1-Rennen bei uns. Auf Farmen werden die Renn-Superstars gezüchtet und sind bis zur 1 Million wert!“ Da ist mein Lamborghini mit 335.000 Euro quasi ein Schnäppchen.

 

Teure Renn-Superstars: ein für Rennen gezüchtetes Kamel kann bis
zu 1 Million Euro kosten, dagegen ist ein Lamborghini Huracán
Performante für 335.000 Euro fast ein Schnäppchen …

Weiter geht's mit der Lambo-Kolonne …