Amsterdam: Grachten, Gouda & Gourmets – nicht alles is(s)t Käse

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Amsterdam

Wer in München lebt und einen Kurzurlaub plant, fährt in der Regel Richtung Süden oder Osten. In Italien ist man in zwei Stunden da, nach Österreich dauert die Fahrt nicht länger, und schon ist man in den schönsten Feriengebieten der Welt. Das Klima ist angenehm, Wein und gutes Essen haben eine lange Tradition, also warum in den kühlen Norden nach Amsterdam reisen?

 

Der Grund ist ganz einfach: Amsterdam hat so viel zu bieten, ist Grund genug für einen Kurztrip.

 

Der Paleis op de Dam, der Königliche Palast.

Rembrandt gibt es nicht nur im Museum … Die „Nachtwache" bei Tag.

Zugbrücken hat auch Vincent van Gogh schon gemalt.

Beeindruckend: Das Wissenschaftsmuseum
„Captain Nemo“ von Architekt Renzo Piano.

Fotos: Wolfgang Ritter

 

Wer Wert auf gutes Essen legt, sollte sich aber vorher gut informieren, wo er zu speisen pflegen will, um es einmal gehoben auszudrücken. Holland gehört ja gerade nicht zu den klassischen Gourmet-Nationen wie Frankreich oder Italien. Aber das war in Deutschland vor einigen Jahren auch nicht viel anders.

 

Links und rechts in den Grachten ankern die Hausboote.

80 Kilometer Kanäle und hunderte von Brücken.

Paare aus aller Welt hinterlassen ihre Liebesschlösser an den Brücken.

Grachtenrundfahrt: Kopf einziehen heißt es bei vielen Brücken.

Grachten-Rundfahrt: Anika aus Düsseldorf
erklärt Amsterdam mit bester Laune.

Fotos: Wolfgang Ritter

 

Der calvinistische Einfluss in den Niederlanden und der protestantische Norden in Deutschland waren sich doch sehr ähnlich. Man lebte genügsam, Essen war ein Grundbedürfnis, die Gesellschaft war eher Genuss feindlich eingestellt. Keine gute Voraussetzung für die Entwicklung einer anspruchsvollen Restaurantkultur. Doch in den letzten Jahren hat sich viel getan.

 

Was wäre Holland ohne Käse …

Das Angebot ist immens, probieren kann man überall.

Man kann nicht nur Blumenzwiebeln kaufen …

Das Greenhouse: Hier kann man Haschisch,
vorgerollte Joints und Marihuana kaufen – ganz legal.

The Bulldog: Das erste Café, in dem man
ganz entspannt seinen Joint rauchen konnte.

Fotos: Wolfgang Ritter

 

Der aktuelle Guide Michelin Restaurantführer hat 100 empfehlenswerte Restaurants in Amsterdam aufgeführt.

 

Darunter sind alleine 10 Sterne-Restaurants. Allerdings sind die hochklassigen Restaurants ähnlich hochpreisig wie in Frankreich. An der Spitze stehen die Zweisterner „Ciel blue“ im Okura Hotel, „&samhoud places“, und das „Bord’eau“, im exklusiven Hotel l’Europe der Familie Heineken. Aber auch die Häuser mit einem Stern wie das „Vinkeles“ im trendigen Dylan Hotel sind sehr empfehlenswert. Mehr darüber in meinem nächsten Bericht über Amsterdam.

 

Hier lässt es sich sehr gut wohnen:
nH Grand Hotel Krasnapolsy, direkt am de Dam Platz.

Cooles Grandhotel: Das Krasnapolsky am Dam Platz.

Hotel Krasnapolsky: Das Frühstück ist
sehr gut und folglich stark frequentiert.

Fotos: Wolfgang Ritter

 

Ich habe mich für eine preiswertere Variante entschieden, die großbürgerlich-elegante Brasserie Ambassade in der exklusiven Herengracht, im gleichnamigen Hotel.

 

Die Zimmer glänzen mit opulenter Ausstattung in gediegener Eleganz.

 

Die Brasserie Ambassade in der Herengracht (über dem weißen Boot).

Ambassade: Plüschig-elegante Zimmer.

Ambassade: Elegante Suiten mit Blick auf die Herengracht.

Ambassade: Zeitgenössische Kunst an den Wänden.

Sehr einladend am Abend: Das Ambassade.

Fotos: Wolfgang Ritter / Ambassade

 

In der Küche wird französisch gekocht, die Portionen sind üppig, die Preise akzeptabel (Gänseleber Terrine 15,50 Euro, Steak Tatar 12,50 Euro, Ricotta Rivoli 18,50 Euro). Das Glas Sauvignon Blanc aus Frankreich kostet 3,50 Euro.

 

Ambassade: Handgeschnittenes Tatar mit Senfcreme.

Ambassade: Austern immer frisch.

Ambassade: Tortelli mit Ricotta gefüllt und Rucola.

Ambassade: Cooles Hotel-Restaurant.

Fotos: Wolfgang Ritter / Ambassade

 

Mittags oder abends unbedingt einen Tisch im „The Lobby“ reservieren – stylisch, laut immer voll. (3-Gang-Abend-Menü 37,50 Euro).

 

„The Lobby“: Octopus und Schweinenacken auf Graupen.

„The Lobby“: Holländische Quiche mit viel Käse.

„The Lobby“: Gebackenes Schollenfilet.

„The Lobby“: gut, laut und immer voll.