„Bras­se­rie Le Paris“: Die kuli­na­ri­sche Bot­schaft Frankreichs

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Berlin

Sechzehn Jahre war das Restaurant des Maison de France verwaist. Ein Kino mit französischen Filmen, ein Veranstaltungs- und ein Ausstellungsraum gehören zu dem Gebäudekomplex in Charlottenburg. Und natürlich ein Restaurant. Das französische Kulturinstitut steht zwar am Ku'damm, aber quasi auf französischem Boden und gehört somit dem französischen Staat. Und für Frankreich gehört die Pflege der französischen Küche zur Staatsraison. Wo also könnte man sicherer sein, die französische Küche in ihrer echten Form geniessen zu können, als hier?

 

Das Gebäude des „Maison de France“ hat eine lange
Geschichte – vor dem 2. Weltkrieg wurde es
„Haus Scharlachberg“ genannt.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Haus wieder aufgebaut und als
Kulturzentrum für den französischen Sektor in Berlin eingerichtet.

Das „Maison de France“ heute.

Fotos: Wikipedia / Pinterest

 

Als Pierre Wasowicz in den Räumen im Erdgeschoss die „Brasserie Le Paris“ vor 5 Jahren eröffnete, wurde gleichsam das Wohnzimmer für Liebhaber der französischen Küche in Berlin geboren.

 

Kürzlich erweiterte Wasowicz das Restaurant noch um ein charmantes Geschäft für französische Spezialitäten. Wasowicz: „Gäste haben uns oft nach dem Essen gefragt, ob sie einen Wein, Pasteten oder Gewürze mit nach Hause nehmen könnten!“ Inzwischen kommen viele Stammgäste zuerst in den kleinen Laden und setzen sich danach auf einen Wein auf die herrliche Terrasse. Ein ganz besonderer Reiz ist das französische Frühstück. Nicht nur ein Hauch Südfrankreich weht dann über den Ku'damm, es ist wie ein Kurztrip in die Leichtigkeit des Seins.

 

„Brasserie Le Paris“: das Wohnzimmer für
Liebhaber der französischen Küche in Berlin.

„Brasserie Le Paris“: Liebevoll eingerichtet –
ein Hauch Südfrankreichs mitten in Berlin.

„Brasserie Le Paris“: die Innenräume des Lokals.

Fotos: Brasserie Le Paris / Carolin Brühl

 

Es sind diese Details, die in der Brasserie den Gast sofort verzaubern:

 

die rot-weiß karierten Tischdecken stammen aus dem Spielcasino von Monaco, die Speisetafeln an der Wand werden von einem Berliner Künstler mit Kreide beschrieben und die Kellner sind unglaublich aufmerksam. Und natürlich hat der Chef Pierre Wasowitcz selbst seine Augen überall, im Restaurant, im Laden und auf der Terrasse

 

Perfektion bis ins Detail: Die Speisetafeln werden
regelmäßig von einem Berliner Künstler beschrieben.

Die gemütlichen Innenräume des Lokals
mit den rot-weiß karierten Tischdecken.

Fotos: Brasserie Le Paris

 

… und setzt sich immer gerne zu einem kurzen Plausch dazu. Wasowitcz: „Man muss ja auch immer informiert sein, was es Neues gibt am Ku'damm!“ auch er selbst hat viel zu erzählen, von seinem französischen Vater, der ihn prägte und seinen vielen Erfahrungen in der Gastronomie. Ein sehr persönlicher Wirt, wie er sein sollte und heute leider allzu selten zu finden ist.

 

Patron Pierre Wasowicz im Gespräch mit Gourmino Express
Chefredakteur Jürgen Wenzel auf der Terrasse des Lokals.

Der Ku'damm in Berlin, eine der berühmtesten Straßen der Welt –
hier ist auch das französische Kulturinstitut zu finden.

Fotos: Jürgen Wenzel / Wikipedia

 

Man sollte sich Zeit nehmen für einen langen Abend in diesem Reich der französischen Gastlichkeit mit Crémants, Champagner, Rillettes und Pasteten …

 

… und natürlich mit den Weinbergschnecken! Sensationell ist auch das Bœuf bourguignon in der Cocotte. Ein feiner Klassiker ist das Tartar vom Rinderfilet mit Aromaten zum selber anmachen.

 

Brasserie Le Paris: die Welt der feinen französischen Küche …

… und dazu ein Crémant Rosé.

Fotos: Brasserie Le Paris

 

Und bei den Austern ist die Brasserie schon wegen des Flairs die Alternative zur nahegelegenen sechsten Etage des KaDeWe.

 

Frische Austern dürfen natürlich nicht fehlen …

… und zum Abschluss eine Käseplatte.

Fotos: Jürgen Wenzel / Brasserie Le Paris / TripAdvisor

 

Vive la France!

 

Patron Pierre Wasowicz (m.) mit Gourmino Express Herausgeber
Helmut v. Finck (l.) und Gourmino Express Chefredakteur Jürgen Wenzel.