Reif für die Insel: San Clemente Palace, Venedig

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Venedig

Da ich sehr gerne mit meinem Wagen unterwegs bin, fahre ich folglich auch nach Venedig mit dem Auto. Und ärgere mich immer wieder aufs Neue: sechs Stunden auf der Autobahn von München bis ins Parkhaus San Marco an der Piazzale Roma. Dazu kommen die Kosten für die Autobahn-Vignette in Österreich, die Maut am Brenner, Autobahngebühr in Italien, Parkhaus in Venedig plus Benzinkosten – es kommen locker 300 Euro zusammen. Doch das tut meiner Liebe zu dieser einzigartigen Stadt absolut keinen Abbruch. Es ist eher umgekehrt: Je häufiger ich diese morbide Schönheit mit ihren Palästen, den intimen Plätzen und schmalen Gassen besuche, desto mehr fühle ich mich auf Entzug, wenn mich der Alltag in Deutschland wieder eingeholt hat (s. auch GOURMINO EXPRESS Artikel „Vene­dig – Auf den Spu­ren von Com­mis­sa­rio Bru­n­etti“).

 

Wer fängt hier nicht zum Träumen an?

Bei diesem Sonnenuntergang ist
selbst der Blick auf Mestre schön.

Fotos: Wolfgang Ritter

 

Keine andere Stadt weckt mehr Emotionen in mir als Venedig!

 

Die Fahrt mit dem Wasser Taxi von der Piazzale Roma durch den Canal Grande zur Piazza San Marco ist teuer, aber jeden Cent wert. Günstiger und weniger exklusiv ist eine Fahrt mit einem Vaporetto, dem Wasserbus, der meist übervoll ist und etwa 20 Mal eine Haltestelle anläuft.

 

Warten auf zahlungswillige Touristen: die Gondeln,
plüschig mit Samt und Brokat, aber schön anzuschauen.

Alltag auf den engen Kanälen: Gondeln im Stau.

Faszination pur: Venedig mit Markusturm und Dogenpalast.

Noch sind die Mengen überschaubar: Der Dogenpalast,
eindrucksvolles Symbol der früheren Macht von Venedig.

Wer Platzangst hat, sollte diese Brücke über den Rio di Palazzo
meiden: Blick auf die Seufzerbrücke vom Ponte della Paglia.

Rialto Brücke: auch hier ist immer viel los, jeder Tourist
steigt einmal die Stufen hoch – aber es lohnt sich.

Fotos: Wolfgang Ritter

 

Wir steigen am Markusplatz aus und nehmen das Shuttle Boot zum Kempinski San Clemente Palace auf einer privaten Insel.

 

Nach zehn Minuten kommt die Insel auch schon in Sichtnicht gerade einladend, mir kommt das frühere Staatsgefängnis San Quentin in der Bucht von San Francisco in den Sinn, aber lebenslänglich wollten wir ja nicht bleiben … Wir legen an und werden herzlich empfangen. Der gepflegte Park und die Fassade des Palastes beeindrucken jeden Neuankömmling. Nach dem Einchecken werden wir von den Ladys in Red (Guest Relation) auf unser Zimmer gebracht.

 

San Clemente Palace, heute
ein 5-Sterne-Kempinski Hotel.

San Clemente, nur 15 Minuten
vom Markusplatz entfernt.

San Clemente Palace: Nur per Boot zu erreichen.

San Clemente Palace: Ein bescheidener
Eingang zu einem fürstlichen Palast.

Die großzügige Pool Anlage: Hier kann man
sich von Trubel der Stadt zurück ziehen.

Fotos: Wolfgang Ritter / Kempinski

 

Die weitläufigen Korridore und die hohen Räume veranlassen mich, innerlich Haltung anzunehmen – hier wohnt man nicht hochherrschaftlich, hier residiert man fürstlich.

 

Beindruckend die Räume, weiten Korridore und Flure.

Das eindrucksvolle Treppenhaus aus dem 17. Jahrhundert.

Gefrühstückt wird stilvoll im Insieme Restaurant.

Kuchen und Gebäck sind die
süßen Verführer beim Frühstück.

Ein Cornetto an der Clemente Bar?
Warum nicht, alles ist möglich.

San Clemente Bar: Auch nach Mitternacht serviert
Bar Chef Shanti Medici einen perfekten Mojito.

Fotos: Wolfgang Ritter / Kempinski

 

Der Blick aus unserem Zimmer auf die Lagune und Venedig ist dem Preis angemessen – man kann sicher zentraler wohnen, doch wer dem Trubel von Venedig entgehen will, ist hier genau richtig, man fühlt sich privilegiert. Die 25 Millionen Touristen pro Jahr, die durch die schmalen Gassen, den Markusplatz und über die 400 Brücken geschleust werden, stören hier nicht … Wer Ruhe und Entspannung sucht, ist hier am richtigen Platz – mit der Option, per Shuttle Boot in 15 Minuten an San Marco anzulegen.

 

Traumhaft schön: die exklusiven Zimmer
und Suiten mit Blick auf Venedig.

La Dolce, das legere Restaurant am Pool.

Eine Pizza Margherita, warum nicht – venezianische,
rustikale Speisekarte im La Dolce im Pool Garten.

Vincenzo Di Tuoro: Symphatischer
Exekutive Chef aus Neapel.

Wenn das kein Logenplatz ist:
Gartenbereich Sunset Hill.

Perfekter Shuttle Service: Alle 20 Minuten geht
ein Boot vom Hotel zum Markusplatz (kostenlos).

Fotos: Wolfgang Ritter / Kempinski

 

Wir haben am Abend bei Mâitre Santa Malizia einen Tisch im eleganten Gourmet Restaurant „Acquerello“ gebucht.

 

Spargel mit Trüffeln, Pasta mit gegrilltem Oktopus und Zuppa della Laguna, eine italienische Fischsuppe, sind unsere Highlights. Die Tortelli auf einem Murano Glas Teller möchte man am liebsten nur anschauen (s. Foto). Der weiße Friulano von Livio Felluga schmeckt gut wie immer, der Preis ist etwas höher, natürlich dem Ambiente angemessen.

 

Sante Malizia, 1st Maitre d’Hotel:
Er bucht den schönsten Tisch im Acquerello.

Schöner Essen geht nicht: Hausgemachte
Tortelli auf edlem Murano Glas.

Acquerello: Das Gourmet Restaurant des Hotels.

Frühling auf dem Teller: Scampi,
Jakobsmuscheln und Rote Bete Gelee.

Die Terrasse des Acquerello Signature Restaurants.

Fotos: Wolfgang Ritter

 

Wir nehmen noch einmal den Shuttle zum Markusplatz, die Musiker in den Cafés Florian, Quadri und Lavena spielen unermüdlich mit kalten Fingern heiße (und lauwarme) Melodien.

 

Das Café Lavena am Morgen:
ein Sonnenplatz mit Live music.

Der Markusplatz mit seinen (teuren) Cafés:
Im April gibt es überall noch Platz.

Einer der schönsten Plätze von Venedig: die neue
Riva Lounge am Hotel Gritti, direkt am Canal Grande.