Zermatter Frühling –
unplugged

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Zermatt

Das schweizerische Zermatt ist stets eine Reise wert. Schon die Anfahrt dorthin gestaltet sich als Genuss. Tipp: Stilvoll mit der Swiss bis Zürich fliegen und von dort die Bahn nehmen. In dem Heimatort des mächtigen Matterhorns ist der Autoverkehr ohnehin verboten. Besser als bequem mit der Bahn gelingt keine Annäherung an die schweizerische Bergwelt – ein, zwei Gläser Wein im Speisewagen und die Höhenmeter sind wie im Flug überwunden.

 

Entspannung pur ist in Zermatt angesagt, hier findet man seine Ruhe und ist dennoch von aufregenden spektakulären Superlativen umgeben:

 

Nicht nur die längste Skiabfahrt der Welt mit rund 25 Kilometern gehört dazu, das höchstgelegene Iglu Hotel Europas und die höchste Dichte an 4.000ern, sondern auch die gefühlt reinste Luft Europas. Verlässt man den Zug nach der Ankunft in Zermatt, wird einem klar, von welch schlechter Qualität das Luftabgasgemisch ist, das wir täglich in unseren Städten einatmen. Die reinste Qualität Europas ist wohl hier beheimatet.

 

Im Frühling lässt es sich in Zermatt
besonders schön Skifahren.

Foto: Jürgen Wenzel

 

Wer denkt, dass die Skisaison nun wirklich zu Ende geht, der sollte sich gerade jetzt im Frühling aufmachen in das legendäre Bergdorf, das vom Matterhorn überragt wird.

 

Das ganze Jahr über ist hier nämlich Skifahren möglich. Für Wanderfreunde, für Wellness- und Genussmenschen und besonders für Sonnenanbeter ist der Frühling in Zermatt ein ganz besonderer Reiz. Aktuelle Berichte zur Wetterlage, Anreise und Buchungssituation bei Hotels findet man am besten auf der Homepage www.myswitzerland.com.

 

Gourmino Express Chefredakteur
Jürgen Wenzel auf der Skipiste in Zermatt.

Foto: Jürgen Wenzel

 

Nah am himmlischen Glück fühlt man sich am Berg, zum Beispiel hinter der coolen „Blue Lounge“ auf 2.600 m, an der man House Music zu Weisswein, heißer Schokolade oder gesunden Kräutertees genießen kann.

 

Direkt dahinter beginnt nämlich eine spektakuläre Wanderspur hinein in die zauberhafte Bergwelt. Das Matterhorn immer im Blick, die Sonne im Gesicht, dazu die verwunschene Winterlandschaft: ein einmaliges Erlebnis, das einen direkt ins Paradies führt.

 

Auf der 2.600 Meter hoch gelegenen „Blue Lounge“
ist man bei Housemusic und Drinks dem Himmel nah.

Gourmino Express Chefredakteur Jürgen
Wenzel auf der Terrasse der „Blue Lounge“.

Fotos: Jürgen Wenzel

 

Im Gourmet-Dorf Findeln liegt es: das Bergrestaurant „Paradies“, das der sympathische Wirt Gaston Zeiter seit 7 Jahren betreibt.

 

13 Gault & Millau Punkte, selbstgemachte Pasta und fantastische Weine warten auf die Gäste, die wandernd, skifahrend oder boardend hier stranden. Auf der wechselnden Speisekarte finden sich Risotto, Ravioli und sogar Meerfisch: Der Seeteufel wird mit Linsenragout und Peperonisauce gereicht. Ein Traum.

 

Mit 13 Gault & Millau Punkten wurde die hervor-
ragende Küche des „Paradies“ ausgezeichnet.

Lunchtime im „Paradies“ mit einem kühlen
Weissbier und einem sensationellen Blick.

Frische Pasta mit Meeres-
früchten im „Paradies“.

Gaston Zeiter betreibt seit sieben Jahren
sein „Paradies“ vor prächtiger Kulisse.

Fotos: Jürgen Wenzel

 

Der Patron (gebürtiger Walliser) fährt frühmorgens mit dem Schneetöff zur höhergelegenen Sunegga, um die frischen Produkte abzuholen und macht sich danach sogleich an die Arbeit in der Küche – ein erstklassiger Job, den er mit viel Leidenschaft und Hingabe erfüllt.

 

Auch im „Paradies“ hat man einen atem-
beraubenden Blick auf die Berglandschaft.

Was wäre der Himmel ohne Wein?

Fotos: Jürgen Wenzel

 

Ein paar Schwünge weiter unten wartet schon das nächste gastronomische Berghighlight: Vronys Kulthütte „Chez Vrony“.

 

Das Bergörtchen, durch das die Skipiste führt, ist ein wahres Gourmet-Mekka mit mehr Gault Millau Punkten, als Einwohnern. Am Eingang der „Chez Vrony“ steht eine freundliche Empfangsdame mit einer langen, mehrfarbigen Reservierungsliste. Sieht aus wie am Eingang vom Käfer’s beim Münchener Oktoberfest. Spontan wird’s hier mit einem Tisch für drei, vier Leute schwierig. Kein Wunder, bei der Qualität der Produkte und der Speisen, über die Vrony höchstpersönlich wacht.

 

Nach einem langen Skilauf
erst mal etwas heißes …

Im „Chez Vrony“ gibt es viele lauschige
Plätzchen mit tollem Ausblick.

Fotos: Jürgen Wenzel / Chez Vrony

 

Nur Bio wird verwendet – die Rezepte der italienisch geprägten Speisen wurden von Generation zu Generation weitergegeben.

 

Vronys zweistöckiges Restaurant bietet Platz für 170 Gäste und ist so gemütlich und urig eingerichtet, dass man am liebsten die Nacht hier verbringen möchte. Auf dieser Höhe von fast 2.100 Metern, vor dieser Kulisse, eine fantastische Fischsuppe oder eine Variation vom Iberico-Schwein zu genießen, ist wirklich schwer zu toppen.

 

Über die Qualität der Produkte und der Speisen im
„Chez Vrony“ wacht Vrony höchstpersönlich.

Rundum lässt es sich gemütlich sitzen.