Hotel Fanes, Dolomiten – ein Logenplatz an der Sonne

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St. Kassian

Schon die Anreise in das Hotel „Fanes“ ist beeindruckend: Von München kommend verlasse ich die Autobahn A 22 in Brixen und fahre durch das Pustertal bis nach St. Lorenzen. Hier biege ich rechts ab und schon geht es bergauf durch das Gadertal in Richtung Alta Badia. Mein Ziel, St. Kassian liegt auf einer Höhe von etwa 1.600 Metern auf dem Weg nach Cortina. Am schönsten finde ich die Anreise am Nachmittag, wenn sich die Dolomiten (La Valle, Kreuzkofel, Lavarella) durch die Sonne rot verfärben.

 

Ein Eindruck, den ich in Kitzbühel, am Arlberg oder in St. Moritz so nicht erlebe.

 

Strahlender Sonnenschein wird in den Dolomiten fast garantiert.

Ohne Kunstschnee ging vor Weihnachten nichts, doch seit Jahresbeginn ist die Schneelage gut.

Fotos: Wolfgang Ritter

 

Die Felsformationen der Dolomiten sind zum Greifen nah – Eindrücke, die für jeden unauslöschlich bleiben. Auch mein Kollege, Chefredakteur Jürgen Wenzel, der vor einem Jahr Corvara (Alta Badia) besuchte, war offensichtlich tief beeindruckt (Siehe GOURMINO EXPRESS Artikel „Ho­tel Sas­song­her – uri­ger Lu­xus in der Berg­welt der Do­lo­mi­t­en“).

 

Ich hatte mich für das „Fanes“ in St. Kassian entschieden, für mich das schönste Hotel in den Dolomiten.

 

Ein Sonnenplatz in den Dolomiten: Hotel Fanes, St. Kassian.

Hotel Fanes, Traumblick von den Zimmern und Suiten: Die Dolomiten zum Greifen nah.

Hotel Fanes am Abend: Schon die Anreise verzaubert den Gast.

Fotos: Wolfgang Ritter

 

Wenn der Ortskern von St. Kassian auch schon im Schatten liegt, so genieße ich auf meiner Terrasse noch die letzten Strahlen der goldfarbenen Wintersonne. Ich hatte das Privileg in der ruhigen Woche vor Weihnachten das Hotel fast für mich (und meine Liebste) alleine zu erleben. Das Thermometer pendelte sich bei 16 Grad Celsius ein, gefühlte 25 Grad in der Sonne, die Wassertemperatur im Außenpool wurde mir mit 34 Grad angegeben, der komplette Wellnessbereich mit seinen guten Geistern stand auf Empfang für unsere Wünsche.

 

Wie in allen Belvita Hotels in Südtirol richtet sich auch hier der Focus auf Well-Feeling, Beauty, Fitness und Vitale Cuisine.

 

Hotel Fanes: Der Außenpool ist auch im Winter 34 Grad Celsius warm.

Hotel Fanes: Der großzügige Indoor-Pool, zentraler Punkt des Wellnessbereiches.

Fotos: Wolfgang Ritter

 

Für mich gilt, berufsbedingt natürlich die umgekehrte Reihenfolge. Wohlfühlen geht durch den Magen, ist auch die Maxime der Belvita-Küche … was mir sehr entgegen kommt. Auch Heinz Winkler (Residenz Aschau), der begnadete Sternekoch aus Südtirol kocht nach der Devise:

 

„Auch nach einem 6-Gänge-Menü darf die Lust auf Liebe nicht auf der kulinarischen Strecke bleiben.“

 

Ich hatte Halbpension gebucht (was ich sonst nie mache) und war mit dem Gebotenen mehr als zufrieden. Elf Tagesgerichte standen zur Auswahl, der Blick in die À la Carte Karte hatte nur informativen Charakter, machte aber schon beim Lesen Freude. Wir entschieden uns für eine köstliche Entenbrust mit Topinamburpüree, Pappardelle mit Kaninchenragout mit Thymian (sehr aromatisch), eine kross-zarte Goldbrasse auf der Haut gebraten mit Currylinsen und meinem Rotwein zuliebe ein Südtiroler Rindergulasch mit Speckknödel.

 

Südtirol at its best: Saftiges Rindergulasch mit Speckknödel, glasierten Zucchini, Karotten und Rosmarin.

Deluxe Vorspeise: Sous vide gegarte Entenbrust mit Topinamburpüree und Kräuterseitlingen.

Zwischengang mit Biss: Pappardelle mit Kaninchenragout und Thymian.

Saftig-zarter Hauptgang: Gebratene Goldbrasse auf geschmorten Currylinsen mit Gemüsewürfeln.

Fruchtig-süßes Dessert: zart-cremige Mascarponemousse mit Balsamico-Erdbeeren.

Fotos: Wolfgang Ritter

 

Sommelier Oriano hat 400 Positionen auf der Weinkarte – doch am meisten Freude macht für vinophile Gäste ein Blick in den bestens bestückten Wein-Humidor.

 

Ein Pinot Grigio von Elena Walch kostet 30 Euro, ein Arneis von Ceretto aus dem Piemont ist für 26 Euro zu haben. Das Frühstück ist geradezu verführerisch, das dunkle, aromatische Brot geht als Souvenir mit nach München.

 

Der Wein-Humidor lässt keine Wünsche offen: Pinot Noir in der Magnum Flasche von St. Michael, Eppan.

Foto: Wolfgang Ritter

 

Doch nicht nur die Restaurants mit altem Zirbelholz und warmen Farben punkten mit Wohlfühl-Atmosphäre – das ganze Hotel ist einfach behaglich, fast intim.

 

Ob in der Lobby, an der Bar oder auf den Zimmern und Suiten. In den exklusiven Chalets gehen bestes italienisches Design und altes Südtiroler Holz eine harmonische Symbiose ein – wohl dem, der hier wohnen kann

 

Die Lobby des Hotels: Altes Zirbelholz, warme Stoffe, heimeliges Licht – der ideale Rahmen für mein Glas Rotwein.

Hotel Fanes: Wer es sich leisten kann, wohnt in einem der zauberhaften Chalets.

Hotel Fanes: Gemütliche Atmosphäre und Sitzgruppen in der Lobby.

Hotel Fanes: Traumhaft residieren in den luxuriösen Chalets.

Hotel Fanes: elegantes Landhaus-Ambiente in den Restaurants.

Fotos: Wolfgang Ritter

 

Aber das „Fanes“ hat noch mehr zu bieten, als Wellness und Wein!

 

Ich fahre mit der Gondel auf den Piz Sorega in 2.000 Metern Höhe. Die „Las Vegas Lodge“ gehört auch zur Fanes Gruppe und lädt zum längeren „Einkehrschwung“. Die Canederli, dreierlei Knödel schmecken köstlich (12,50 Euro), eine Flasche Südtiroler Chardonnay kostet 22 Euro, wer es richtig krachen lassen will, ordert eine Flasche Solaia 2002 von Antinori für 225 Euro

 

Meeting Point für den Einkehrschwung: Die Las Vegas Hütte auf dem Piz Sorega / St. Kassian.

Las Vegas Hütte: GOURMINO EXPRESS Autor Wolfgang Ritter tauscht Anzug mit Anorak.

Piz Sorega: Leichte bis anspruchsvolle Abfahrten nach Corvara.

Piz Sorega: auf 2.000 Metern Höhe traumhafte Natur zum Greifen nah.

Las Vegas Lodge: Arbeitsplatz mit Ausblick, da kommt auch beim Service-Personal Freude auf.