Palma de Mallorca … die Tapas-Tour geht weiter!

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Palma de Mallorca

Da waren die Augen wieder größer als der Appetit – sicher kennen Sie den Spruch und können ihn durch eigene Erfahrungen beim Blick in eine Speisekarte oder auf ein üppiges Frühstücksbüfett bestätigen. Besonders gefährdet bin ich in den Tapas Bars in Palma de Mallorca, eigentlich überall in Spanien. Wenn 20 bis 30 verschiedene Häppchen auf der Speisekarte stehen, kann ich mich nur schwer für ein oder zwei Gerichte entscheiden.

 

Der Spruch „Bitte einmal alles!“ liegt mir öfters auf der Zunge, und wie so oft ist der Geist willig, und das Fleisch leider schwach.

 

Das Resultat: Der Tisch ist für unsere Bestellung wieder einmal zu klein. Helmut von Finck, Herausgeber von GOURMINO EXPRESS und ich waren auf Tapas-Tour in Palma. Wir hatten in den letzten Tagen schon einige Adressen abgehakt und einige Pfunde zugelegt (s. GOUR­MI­NO EX­PRESS-Ar­ti­kel „Tapas statt Tortellini“). Doch das Leben hat auch ohne Idealgewicht noch Sinn! Unser nächstes Ziel, das „Tirso“ ist viel versprechend!

 

Gourmino Express Autor Wolfgang Ritter in der Tapas Bar „Tirso“ bei Schinken und Pan Tomate .

Pan Tomate: geröstetes Brot mit Tomaten.

Kunst im Tirso: Geballte Fleischeslust über der Theke … ob hier schön trinken noch hilft?

Fotos: Wolfgang Ritter / Helmut v. Finck

 

Carlos Abad Landeras der Küchenchef hatte schon beim mallorquinischen Kultkoch Marc Fosh gearbeitet.

 

Auf der Karte stehen Tapa-Variationen von klassisch bis kreativ, aber auch ein kleines Menü (halbe Portionen) liest sich viel versprechend: Warmer Tintenfischsalat mit „Brava“ Sauce und Harissa Gewürzpaste, Filet vom Serrano-Fisch auf grüner Sauce, Miesmuscheln mit iberischem Schinken, Idizábal-Käse mit Quittenmarmelade und eingelegten Rosinenkeine Kritik bei keinem Gang – das Ganze für 21,90 Euro – wir kommen wieder!

 

Tapas Bar Tirso: Gebratener Tintenfisch auf Tomatenbaguette.

Russischer Salat im „Tirso“ in Palma.

Auch die Desserts im „Tirso“ können sich sehen, bzw. schmecken lassen: Mandelkuchen mit Schokoeis.

Tapas Bar Tirso: Gourmino Express Herausgeber Helmut von Finck mit Küchenchef Carlos (li.) Mohamed und Mahmoud.

Fotos: Wolfgang Ritter / Helmut v. Finck

 

Doch wir sind mit einer deutschen Herrenrunde in der Tapas Bar „OMBU“ verabredet.

 

Emile Bootsma, Direktor des Berliner Grand Hotels Adlon und Peter Julius, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutsche Tafelkultur aus Frankfurt, sind zufällig auf der Insel und brauchen vinologischen Beistand. Wir probieren zum Wein „Patatas Bravas“ mit Sobrasada (scharfe Paprikawurst), Tintenfisch- und Geflügelkroketten mit Fenchel-Mayonnaise und frittierte Artischocken mit kräftigem Ibérico Schinken.

 

Herrenrunde bei Tapas und Albarino im „OMBU“ in Palma: Gourmino Express Herausgeber Helmut v. Fink; Jan Peters, Amsterdam; Emile Bootsma, GM Adlon Berlin; Peter Julius, Vorstand Stiftung Deutsche Tafelkultur; Karlheinz Balser, TV Medienservice; Wolfgang Ritter Autor Gourmino Express (v.li.).

Das „OMBU“ am Platz de la Reina in Palma.

Fotos: Wolfgang Ritter

 

Ohne iberischen Schinken, dem „Jamón Ibérico“, kommt keine Tapas Bar aus – doch welcher ist der beste, was darf er kosten?

 

Es gibt bei dieser spanischen Spezialität erhebliche Qualitätsunterschiede, was man aber ganz einfach am Preis erkennen kann. Der Serrano die einfachste (und preiswerteste) Variante. Er kommt vom einfachen, „weißen“ Hausschwein und ist wie sein teurer Bruder, der Bellota, auch luftgetrocknet. Das iberische Schwein ist dunkler und wird als „schwarzes“ Schwein bezeichnet. Man kennt diesen Schinken auch als „Jamón de pata negra“. Diese Bezeichnung ist aber aus wettbewerbsrechtlichen Gründen in Spanien nicht mehr zulässig.

 

Fester Bestandteil der Speisekarte in allen Tapas Bars: köstlicher Schinken und Pan Tomate.

Schinken Pata Negra, Ibérico Bellota: Hier hängen schon mal 5000 Euro am Haken.

Fotos: Wolfgang Ritter

 

Der beste Schinken ist der „Jamón Ibérico de Bellota“!

 

Er stammt von frei laufenden, schwarzen Schweinen, die vorwiegend Eicheln fressen. Er ist ebenfalls luftgetrocknet und wird in verschiedenen Altersstufen angeboten. 500 Euro für eine gereifte Keule muss man schon investieren, aber dafür genießt man den besten Schinken der Welt und ich vermisse weder italienischen Parma- noch San Daniele-Schinken.

 

Bester (und teuerster) Schinken der Welt: Ibérico Bellota.

Schinken bester Qualität gibt es hier stapelweise auf den Märkten zu kaufen.

Fotos: Wolfgang Ritter / Helmut v. Finck

 

Unsere letzte Adresse ist das „El Pilon“, in der Carrer de Can Cifre an der Plaza Rei Joan Carles I, gut zu Fuss zu erreichen.

 

Auch hier wieder 30 verschiedene Tapas auf der Karte – vieles kommt uns bekannt vor und animiert zum Probieren – doch bei unserem Tapas-Roulette heißt es nun leider „rien ne va plus“nichts geht mehr. Den „Tast Club“ in der San Jaime schaffen wir nicht mehr, und auch einen Besuch in meinem Lieblingsrestaurant „Ca n’Eduardo“ über dem Fischmarkt verschieben wir auf 2017.

 

Das „El Pillon“ in der Carrer can Cifre: große Auswahl an klassischen Tapas.

Traditionsadresse über dem Fischmarkt: „Ca n’Eduardo“ in Palma.

Fotos: Wolfgang Ritter

 

Herr Ober, was ist das?

Es gibt unglaublich viele Tapas Rezepte, aber einige Klassiker sind in fast allen Restaurants/Bars zu finden – mal besser oder auch schlechter zubereitet. Hier eine kleine Auswahl der beliebtesten Häppchen:

Albóndigas Fleischklößchen
Aceitunas/Olivas Oliven
Boquerones fritos frittierte Sardellen
Caracoles Schnecken, pikant
Ciruelas mit Speck ummantelte und gebratene Pflaumen
Gambas al ajillo gebratene Garnelen mit Chili nd Knoblauch
Jamón Serrano Serrano Schinken
Mejillones Miesmuscheln
Pan con Tomate geröstetes Weißbrot mit Tomaten Fruchtfleisch, Knoblauch und Olivenöl
Patatas bravas frittierte Kartoffelwürfel mit scharfer Sauce
Pimientos de Patrón in Olivenöl gebratene kleine grüne Paprikaschoten
Pinchos morunos marinierte Fleischspießchen
Puntilittas frittas frittierte Babytintenfische
Tortilla Kartoffel-Eier-Omelett

 

Hier noch ein paar Impressionen:

 

Da kommt Fernweh auf: Der Hafen mit Kreuzfahrt Terminal in Palma.

Puerto Portals im November: Freie Tische, entspannter Service.

Puerta Portals: Glänzende Yachten, gleißende Sonne nur 15 Autominuten von Palma entfernt.

Puerto Portals: Im November ein Platz zum Relaxen.

Hier gibt es auch ein spätes Frühstück: das „Boat House“ am Yachthafen.

Viel Frisches Obst zur Auswahl bei einem von Palmas schönen Märkten.

Ohne Chili und Paprika geht in der mallorquinischen Küche nichts.

Hier kann man nicht nur staunen, sondern auch Kaffe trinken: Das „Gran Hotel“ in der Altstadt.

Hier kann man die Tapas abtanzen: Gute Life Musik in der Altstadt.

Das „Cappuccino“ an der Hafenpromenade: Immer gut für einen Night Cup (und eine letzte Tapa).

Der Hafen bei Nacht.

Ein letzter Drink vor dem Heimflug: Das „Café Anima Beach“ auf dem Weg zum Flughafen.

Anima Beach: Ein Sonnenplatz mit Mega Blick.