Südtirol de Luxe:
Der Quellenhof bei Meran

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St. Martin

Dass ich seit vielen Jahren ein Freund von Südtirol bin, das Land liebe und immer wieder bereise, ist für GOURMINO EXPRESS Leser nichts Neues (s. GOURMINO EXPRESS: Indian Summer – Goldener Herbst in Südtirol und Südtirol – dem Himmel ganz nah). Bisher war ich immer der Meinung, ich kenne die Region wie meine Westentasche (dabei habe ich gar keine Weste), doch seit letzter Woche habe ich meinen Südtiroler Horizont wieder entscheidend erweitert.

 

Beim Besuch des 25. Meran WineFestivals wohnte ich (besser residierte ich) im „Sport & Wellness Resort Quellenhof“ im Passeier Tal.

 

Bilderbuch Südtirol:
Das Passeier Tal in der Herbstsonne.

Foto: Wolfgang Ritter

 

Das Passeier Tal war mir bisher nur als Heimat von Andreas Hofer bekannt, der als Anführer der Südtiroler Freiheitskämpfer 1809 gegen die bayerische und französische Besetzung seiner Heimat rebellierte und 1810 in Mantua hingerichtet wurde. Der „Sandwirt“ wird in verklärter Weise oft als Volksheld geehrt – für seine Anhänger am 22. November ein Grund, mit einem Glas Meraner Vernatsch auf ihn anzustoßen. Das 50 Kilometer lange Passeier Tal beginnt nördlich von Meran und zieht sich bis zur österreichischen Grenze. Das Timmelsjoch in 2.474 m Höhe ist die Grenze zwischen Italien und Österreich.

 

Passeier Tal: Die Weinberge werden seltener.

Foto: Wolfgang Ritter

 

Sechs Kilometer von Meran entfernt liegt die beeindruckende 5-Sterne-Hotelanlage Quellenhof, ein Mitglied der exklusiven Belvita Leading Wellnesshotels Südtirol.

 

Um es salopp zu sagen: Es ist keine Liebe auf den ersten Blick, aber wie schon Vladimir Nabokov sagte, die Liebe auf die erste Berührung geht vielleicht noch tiefer. Und das trifft hier voll und ganz zu. Was auf den ersten Blick von außen wie eine etwas zusammen gewürfelte Ansammlung von mehr oder minder attraktiven Gebäudekomplexen aussieht, entpuppt sich bei näherer Betrachtung (und Berührung) als höchst komfortables Hotel Resort für höchste Ansprüche.

 

Schwimmen am Abend? Kein Problem bei 34 Grad Celsius Wassertemperatur im Außenpool.

Hat nicht jedes Hotel: Das hauseigene Kino im Quellenhof.

Die Terrasse in Abendstimmung, festlich illuminiert.

Fotos: Quel­len­hof

 

Was 1923 mit einem einfachen Gasthaus begann, ist heute zu einem Hoteldorf angewachsen, das auch internationalen Vergleichen in der Luxusklasse standhält.

 

Die Zimmer und Suiten strahlen alpenländischen Wohlfühlfaktor aus, modern und in geradezu verschwenderischer Größe angelegt. Wer ein Chalet bucht, hat natürlich seinen eigenen Pool und wo in anderen Stadthotels mal ein messingfarbenes Fernrohr auf einem dreibeinigen Stativ steht, hat der astronomisch interessierte Gast hier seine eigene Sternwarte.

 

Gut in Szene gesetzt: Die Fassaden und Pools in der Nacht.

Eine Suite mit eigener Sternwarte, und eigenem Pool.

Besonders reizvoll: Ein abendlicher Spaziergang durch die imposante Hotelanlage.

Fotos: Wolfgang Ritter / Quel­len­hof

 

Jeder kann hier seinem Sport, seinen Ambitionen und Leidenschaften frönen und etwas für seine Fitness tun:

 

Reiten, Golfen, Tennis spielen, Wandern und Walken, Schwimmen in mehreren Pools, oder sich im Medical Center ein Fitness Programm erstellen lassen. Ich bin flexibel und wechsle zwischen Indoor und Outdoor Aktivitäten. Bei schönem Wetter sitze ich mit einem Glas Wein auf einer der Terrassen, bei schlechtem Wetter bevorzuge ich einen gemütlichen Ecktisch in einer der heimeligen Stuben.

 

Hier will man auch länger verweilen: Gemütliche Stuben und Restaurants.

Für jeden Anlass die festliche Tafel.

Fotos: Wolfgang Ritter

 

Die Weinkarte ist äußerst gastfreundlich kalkuliert, eine Flasche Pinot Grigio von Alois Lageder ist schon für 24 Euro zu haben, die Flasche Südtiroler Rosé kostet gerade mal 18 Euro.

 

Herzlich Willkommen: Nette Geste beim ersten Restaurantbesuch.

Foto: Wolfgang Ritter

 

Was aus der Küche auf den Tisch kommt, hat beste Qualität, das reichhaltige Frühstück verführt auch Morgenmuffel zum genussreichen Start in den Tag. Feinschmecker und Gäste die sich den höheren Weihen der Gourmandise hingezogen fühlen, buchen einen Tisch im „1897“, dem Gourmet Restaurant des Hauses.

 

Hier wird auch der anspruchsvolle Connaisseur glücklich: Gänseleber und Schaumsuppe mit Seeteufel, Lammrücken und Wildkräuter Risotto – das 4-Gänge-Menü kostet 65 Euro, mit Weinbegleitung 90 Euro.

 

Vorspeise: Ravioli mit Flusskrebsen und Gemüse.

Hauptgang: Kalbstafelspitz mit Nudeln und Saubohnen.

Zwischengang: Heilbutt mit Gemüsen.

Hauptgang: Passeier Hirschrücken mit Birnenstrudel, Trüffeljus und schwarzer Quinoa.

Dessert: Valrhona Schokoladen Variation mit Sauerrahmeis.

Dessert: Nougat-Maronenschnitte mit hausgemachtem Vanille- und Maracujaeis.

Schauen nur auf dem Foto streng: Küchenchef Michael Mayr mit seinen drei Sous-Chefs.