Gourmet, Wellness & Kunst – das Resort „Bleiche“ im Spreewald

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Burg im Spreewald

Sich dem pulsierenden Magnet Berlin zu entziehen ist schwierig. Aber wer sich für ein paar Tage in den mystischen Spreewald verabschiedet und sich ein paar Tage ins herrliche Resort „Bleiche“ zurückzieht, wird belohnt mit dem Luxus unserer Zeit: Entschleunigung in einer großartigen Landschaft, Wellness in einer Form, die Körper und Seele gleichsam dient und einem Gourmet-Erlebnis, das mit der Region im Einklang ist. Nur eine Stunde von Berlin entfernt liegt dieses Ereignis. Der Name „Bleiche“ leitet sich ab von der Uniformfabrik, die der alte Fritz einst für sein Heer hier betrieb. Die Kleider für seine Soldaten wurden in den Anlagen gebleicht. Auf dem Weg von Berlin durch den äußerst dünn besiedelten Spreewald, fühlt man sich schon wie in ein anderes Land versetzt. Obwohl mitten in Brandenburg gelegen begrüßen einen die Ortsschilder zweisprachig auf Deutsch und auf Sorbisch. Die Gegend ist geprägt von der sorbischen Kultur, die hier in Trachten, Veranstaltungen und eben der Sprache gelebt wird.

 

Foto: Bleiche Resort & Spa

 

Betritt man das Resort, fühlt man sich von den warmen Farbtönen, dem Holz, dass das Hauptbau-Material ist und der feinen Kunstwelt, die hier geschaffen worden ist, sofort herzlich aufgenommen.

 

Buddha-Figuren, bayerische Holzengel, christliche Motive harmonieren hier äusserst gut mit römischen Reliefs, japanischen Kunstwerken und marokkanischen Kissen. Schon das ist eine Leistung, die man gesehen haben muss. Und an einem Ort an dem sich die Gäste so wohlfühlen, können sich auch die Köche über einen ganz besonderen Arbeitsplatz freuen. Die offene Küche ist farbenfroh gestaltet, hauptsächlich mit Blautönen. Küchenchef Oliver Heilmeyer, der bereits seit 17 Jahren im Resort arbeitet und u.a. für das Gourmet-Restaurant „17fuchzig“ zuständig ist, erinnert sich: „Als ich meine Laufbahn im Vorgängerhotel der Villa Rothschild bei Frankfurt begonnen habe, war unsere Küche im Keller. Und wir hatten keinen Kontakt mit den Gästen. Heute haben wir eine ganz andere Situation, über die wir sehr glücklich sind.“

 

Fotos: Jürgen Wenzel

 

Das Highlight ist ein Grill, der noch aus dem 18. Jahrhundert stammt und noch benutzt wird!

 

Heilmeyer steht für eine raffinierte Küche, die sich aber lieber auf wenige Komponenten beschränkt und dem Eigengeschmack der Produkte verpflichtet fühlt. Ein 1.000 Quadratmeter grosser Kräutergarten, hauseigene Freiland-Schweine und regionale Produkte stehen für diesen Anspruch. Heilmeyer: „Wir sind voll in die Region integriert und versuchen so viel wie möglich von hier zu beziehen. Mittlerweile haben sich die Gemüsebauern schon auf meine Wünsche eingestellt und ernten zum Beispiel zu dem Zeitpunkt, den ich festlege.“

 

Foto: Jürgen Wenzel

 

Ein Beispiel von seiner Liebe zur Ursprünglichkeit sind die Urspargel, die Heilmeyer seinen Gästen bietet.

 

Zum Beispiel Schwetzinger Meisterschuss und Huchels Alpha. Heilmeyer: „Die gezüchteten Spargel sind darauf getrimmt, viel Wasser zu speichern und unter der Folie sofort zu spriessen. Das Geschmacks-Erlebnis leidet darunter natürlich.“ So rein im Geschmack wie der Spargel ist auch das Carpaccio von Linumer Kalbsfilet mit Kohlrabi und Pilzen. Zart die Beschaffenheit, kräftig im Ton. Dazu ein passender roter Riesling am Tagebau Welzow. Wunderbar. Auch der Abschluss ist ein Meisterwerk und bleibt in Erinnerung. Ein Schafskäse kombiniert mit einer erfrischenden Komposition aus Eis. Ein grandioser Kompromiss aus Käsedessert und süsser Nasch-Nachspeise. Herrlich!

 

Küchenchef Oliver Heilmeyer bei der Zubereitung.
Fotos: Jürgen Wenzel

 

Passend zum Credo des Küchenchefs, der sich einem neuen klaren Stil verschrieben hat, präsentiert sich auch die Kunst im Restaurant.

 

Expressionistische Bilder aus dem Umfeld des „Sturm“ Herausgebers Herwarth Walden, der zum Anfang des 20. Jahrhunderts junge Künstler mit neuen Visionen und Vorstellungen förderte.

 

Küchenchef Oliver Heilmeyer präsentiert die gastronomischen und expressionistischen Kunstwerke.
Fotos: Jürgen Wenzel

 

Ist man schon im Himmel angekommen, sollte man einfach bleiben!

 

Die paradiesische Wellness-Anlage ist der perfekte Ort dafür. Nach einem Saunagang sich in die superweichen Liegesesseln fallenzulassen und dabei das Knacken des Feuers aus dem mannshohen offenen Kamin zu erleben, ist Entspannung pur. Rückzugsräume wie das Wellness-Kino kommen dazu. Alles eingebettet in die satte Spreewald-Natur, die durch den Outdoor-Pool erlebbar wird. Man ist im Paradies angekommen und will einfach hierbleiben!

 

Fotos: Bleiche Resort & Spa

 

Bleiche Resort & Spa

Bleichestraße 16
03096 Burg im Spreewald
+49 35603 620
reservierung@bleiche.de
www.bleiche.de

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